Das Alpaka ist ...

  • Unkompliziert

  • Neugierig
  • Aufmerksam
  • Gutmütig
  • Feinfühlig
  • Zäh

Allgemeine Daten

Körpergröße (Stockmaß): 0,75 - 1,00 m

Körpergewicht: männl. 70 - 80 kg;  weibl. 55 - 60 kg

Geschlechtsreife: männl. 1 - 2 Jahre;  weibl. 8 Monate

Zuchtreife: männl. 2,5 - 3 Jahre;  weibl. 1,5 - 2 Jahre

Tragzeit: 335 - 360 Tage

Wiederkäuer: 3 teiliger Magen.

Lebenserwartung: ca. 20 Jahre

Zuchttypen:

Alpakas gehören zu der Familie der südamerikanischen Kleinkamele (Neuweltkameliden).

  • Huacaya Alpaka: Dichte am Körper anliegende Wolle.
  • Suri Alpaka: Lange gedrehte Wollsträhnen vom Mittelscheitel bis zum Boden.
  • Huarizo: Kreuzung zwischen Lama und Alpaka. Nicht erwünschte Züchtungsform aufgrund schlecht proportionierter Körperform.

Bezeichnungen:

  • Macho = Hengst
  • Hembra = Stute
  • Cria = Fohlen

Verwendung/Nutzen

  • Das Alpaka ist ein Andentier und wird dort hauptsächlich als Wolltier gehalten. Alpakawolle ist eine Edelfaser, vollkommen antiallergisch und thermoregulierend. Im Gegensatz zur Schafwolle enthält die Alpaka-Wolle kein Wollfett, und ist daher nahezu geruchlos. Die thermoregulierende Wirkung entsteht aufgrund des innen hohlen Haares. Pro Jahr produziert das Alpaka ca. 3 - 6 kg Wolle.


  • Da Alpakas nur eine Kauplatte haben und Schwielensohler sind, schonen sie die Grasnarbe.
  • Aufgrund ihres gutmütigen Charakters werden sie gerne  als Freizeit- und Hobbytiere gehalten. Mit etwas Geduld werden sie schnell halfterführig.
  • Alpakas werden auch in der Tiertherapie eingesetzt.

Haltung

Als Herdentier muss man mindestens 2 Tiere halten.

Leithengste brauchen ein eigenes Gehege, da sie in der Regel keine Rivalen dulden, auch keine Wallache.

Die Weidefläche für 2 Tiere sollte ca. 2.000m² betragen.

Ein trockener, zugfreier Unterstand mit Futterplatz und Wassertränke wird benötigt.

Als Faustregel für den Unterstand gilt: 2m² pro erwachsenem Tier. Ganzjährige Freilandhaltung sollte gewährt sein, da Stallhaltung keine artgerechte Haltung ist.

In Hochlagen der Herkunftsländer (Peru, Chile, Bolivien) sind die Tiere Nachttemperaturen bis -25° ausgesetzt und haben damit keine Probleme. Durch diese tiefen Temperaturen wird die Woll-Qualität sogar noch besser.

Fütterung

Die Hauptnahrungsquelle ist Gras und Heu. Für die Verdauung und Wiederkautätigkeit muß ganzjährig Rohfaserfutter (Heu) angeboten werden.

Mineralstoffe für Kameliden müssen immer zur Verfügung stehen.

Bitte füttern Sie kein Obst um eine Übersäuerung des Verdauungstraktes zu vermeiden.

Alpakastrukturmüsli in kleiner Menge kann angeboten werden.

Alpakas benötigen ganzjährig Wasser (z.B. Tränkebecken mit Schwimmerventil)!

Pflege

Kotplätze: Die Tiere richten Kotplätze ein, die regelmäßig gereinigt werden müssen.

Klauenpflege: Regelmäßige Klauenpflege ist notwendig. Wenn notwendig kürzen. Kontrolle der Zehenzwischenräume.

Schur: Einmal jährlich, am besten im Mai, sollten die Alpakas geschoren werden.  

Parasitenkontrolle: Kotproben, Milben 

Entwurmen: Mindestens 2 x jährlich entwurmen.

Hengstzähne: Im Alter von 2-4 Jahren schneiden der Hengstzähne (können auch Stuten haben) um Verletzungen untereinander vorzubeugen.

Spucken

Kameliden spucken in der Regel nur bei Bedrohung oder zur Verteidigung.

Es dient vor allem zur Festlegung der Rangordnung innerhalb der Herde, bei Futterneid oder Abwehren eines Hengstes von einer trächtigen Stute.

Auch der Tierarzt und der Scherer gehören nicht zu den beliebten Personen!

Menschen kann es manchmal zufällig treffen, wenn sie "zwischen die Fronten geraten".

Legt das Alpaka die Ohren zurück und hebt den Kopf etwas an, ist dies, ein guter Indikator zu erkennen, dass es zum Spucken "ansetzt".

Ein guter Zeitpunkt um aus der "Spuckrichtung" zu fliehen!

Artgerecht gehaltene Tiere bespucken keine Menschen "einfach nur so"!

Berserk-Male-Syndrom

Fehlprägung von Kameliden, vor allem bei Hengsten, durch intensiven menschlichen Kontakt zu Jungtieren.

Alpakas bis zu ca. einem Jahr sind anfällig mit den Menschen eine besondere Beziehung aufzubauen, was dazu führen könnte, dass Menschen als Herdenmitglied betrachtet werden. Vor allem Hengste, ab der Geschlechtsreife, betrachten dann den Menschen auch als Rivalen (Rangordnung in der Herde festlegen) und dies kann zu Angriffen auf Halter und Besucher führen.

Jungtiere dürfen neugierig sein und auf Menschen zukommen - aber die natürliche Scheu und ein gewisser Abstand sollten unbedingt gewahrt bleiben.

Notwendige medizinische Behandlungen oder Schur können natürlich durchgeführt werden.

Deshalb:  Keine Streicheleinheiten bei Alpakas unter einem Jahr!

Achtung beim Kauf von Jungtieren die als besonders zutraulich angepriesen werden!

Registrierung

Unsere Zucht-Tiere sind alle bei LARA registriert. Beim Kauf unserer Tiere können Zuchtpapiere bei LARA beantragt werden.

Zur einwandfreien Identifikation sind alle unsere Alpakas gechipt.